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	<description>...hier bloggen Weltenbummler</description>
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		<title>Fährenfahrt durch Chiles Fjorde</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 13:11:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
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		<category><![CDATA[Fjorde]]></category>
		<category><![CDATA[Puerto Natales]]></category>
		<category><![CDATA[Südpol]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Puerto Montt aus im Süden Chiles möchte ich mit einer Fähre der Navimag durch die spannenden Fjorde des Landes schippern – noch weiter Richtung Südpol bis nach Puerto Natales. Da es jedoch Winter ist, wird die Fahrt etwas stürmischer als erhofft...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong> </strong></p>
<div id="attachment_209" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-209" title="Chile, Fjorde2" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/06/Chile-Fjorde2.jpg" alt="Chilenische Fjordlandschaft" width="320" height="213" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Chilenische Fjordlandschaft</p></div>
<p><strong>Von Puerto Montt aus im Süden Chiles möchte ich mit einer Fähre der Navimag durch die spannenden Fjorde des Landes schippern – noch weiter Richtung Südpol bis nach Puerto Natales. Da es jedoch Winter ist, wird die Fahrt etwas stürmischer als erhofft&#8230;</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Von Nadine Bresinsky</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Fahrt an sich soll nur drei Tage dauern, doch schon bald wird klar, dass wir länger brauchen werden: aufgrund schlechter Wetterverhältnisse verzögert sich allein die Abfahrt um einen halben Tag. Doch so können wir uns wenigstens in Ruhe mit dem Schiff und der Mannschaft vertraut machen. Im Morgengrauen geht es dann endlich los. Die wunderbarste Landschaft zieht an meinen Augen vorbei: Berge auf beiden Seiten, mit Schnee und Raureif überzogen. Ein eisiger Wind weht mir ins Gesicht, scheint von alten Seefahrer-Legenden zu erzählen. Mit jeder Welle kommen wir dem Südpol ein Stück näher!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-208"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Winter macht es dem Schiff jedoch nicht so leicht. Bevor wir die Teilpassage über das offene Meer antreten, kommt wieder ein Gewitter und wir müssen die Nacht in einer Bucht verbringen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dann beginnt der spannendste Teil der Fahrt: der offene Pazifik liegt vor uns! Ganz langsam ziehen sich die Berge zurück und neugierig dürfen wir die Ausfahrt ins Meer von der Brücke aus beobachten. Doch leider kommt es anders als gehofft: Noch ein Gewitter baut sich vor uns auf. Die Wellen überspülen den Bug, lassen weiße Gischt in die Luft fliegen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr, mutig manövriert der Kapitän sein Schiff in die Schlacht. Und eine Schlacht wird es tatsächlich:  acht Meter hohe Wellen schütteln uns so richtig durch, ich werde seekrank. Alles um mich herum erwacht zum Leben, die Schranktüren, Betten, Koffer, Taschen – während ich selbst mich in meinem Bett kaum bewegen kann. Bei jeder neuen Welle ächzt das Schiff vor Anstrengung. Es hebt und senkt sich, denkt ernsthaft darüber nach, zu kippen! In diesem eisigen Wasser würde ein Mensch nur zwei Minuten überleben &#8230; Nichts anderes füllt mehr meinen Kopf&#8230; Da ist nur noch der Gedanke, bitte nicht mit diesem Schiff unterzugehen&#8230;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<div id="attachment_210" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-210" title="Puerto Eden" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/06/Puerto-Eden.jpg" alt="Dem Südpol näher: Puerto Eden" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Dem Südpol näher: Puerto Eden</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Doch dann, nach langen 14 Stunden Todesangst wird es endlich wieder ruhig um uns. Das Gewitter liegt hinter uns und der Pazifik auch. Völlig gerädert krieche ich aus meiner Kabine, suche frische Luft. Alle anderen Passagiere sind ebenso gezeichnet von den letzten Stunden. Geschichten, Gerüchte, Tatsachen machen die Runde. Eine Fähre von der Größe wie unsere überlebt Wellen von bis zu zehn Metern, nicht mehr. Das war knapp&#8230; Wer sich danach fühlt, sucht den Frühstücksraum auf, die anderen bleiben draußen an Deck und wärmen sich in der Sonne. Die scheint, als wäre nie etwas gewesen. Sie erleuchtet die schneebedeckten Bergketten um uns herum, während Delfine ihr Spiel mit den Wellen treiben. Ein wunderbares Szenario, das von unserer Ankunft im kleinen Hafen Puerto Eden noch übertrumpft wird. Auf einer Miniinsel leben hier an die 200 Menschen und die Fähren der Navimag sind so ziemlich die einzige Verbindung zum Rest des Landes. Personen werden ausgetauscht, Post, Lebensmittel und andere wichtige Dinge.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Irgendwie scheinen auch wir beim Anblick der kleinen, bunten Holzhäuschen neue Energie tanken zu können. Die Schrecken des Gewitters rücken in die hinterste Ecke des Gedächtnisses, vor uns liegt nur Natur, Schnee, Wasser, stumme Einsamkeit&#8230; Der letzte Teil der Fahrt plätschert förmlich vor sich hin, genügend Zeit, um sich im unglaublichen Anblick von Chiles Welt hier im Süden zu verlieren. Man meint, mit dem immer näher rückenden Südpol verändert sich die Luft, das Licht&#8230; Die Farben werden weicher, die Berge niedriger – bis wir endlich den Hafen von Puerto Natales erreichen. Schade, jetzt hatte ich mich gerade an das Schiff gewöhnt&#8230;!</p>
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		<title>Machu Picchu und die Magie eines unglaublichen Ortes</title>
		<link>http://www.touristsunited.de/machu-picchu-und-die-magie-eines-unglaublichen-ortes/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 10:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Machu Picchu]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin verzaubert... Da ist einfach nur Machu Picchu vor mir, dessen Geheimnis unter der Oberfläche aus Steinhaufen und Treppen lebt und dem jeden Tag aufs Neue im Sonnenaufgang Atem eingehaucht wird – genau wie jetzt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><em></p>
<div id="attachment_203" class="wp-caption alignleft" style="width: 223px"><strong><em><img class="size-full wp-image-203" title="Terrassen Machu Picchu1" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/Terrassen-Machu-Picchu1.jpg" alt="Die Terrassen Machu Picchus" width="213" height="320" /></em></strong><p class="wp-caption-text">Die Terrassen Machu Picchus</p></div>
<p></em></strong><strong><em>Nadine Bresinsky</em> war in der verlorenen Stadt der Inka</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ich bin sehr aufgekratzt, als ich in dunkler Nacht dem ersten Bus des Tages hinauf nach Machu Picchu entgegensehe. Ungefähr 20 Minuten dauert die Fahrt, Spannung kribbelt mir in den Adern. Mit jeder Serpentine rollen die Berge ihre Schatten mehr ein und erhellen schließlich den Eingang der Ruinenstadt. Hinter einer letzten Kurve heißt Machu Picchu dann jeden in all seiner Schönheit willkommen. Von oben blickt man auf die Stadt, eine perfekte Komposition aus Magie, Mystik, Steinen und Natur&#8230;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-201"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ich bin verzaubert&#8230; Da ist einfach nur Machu Picchu vor mir, dessen Geheimnis unter der Oberfläche aus Steinhaufen und Treppen lebt und dem jeden Tag aufs Neue im Sonnenaufgang Atem eingehaucht wird – genau wie jetzt! Langsam streift eine Hand aus Sonnenlicht die Reste der Nacht davon, belebt alles bis in den letzten Grashalm. Es ist so wunderschön, so erhaben&#8230; ich muss einfach hier stehen und schauen! Doch nach ein paar stummen Minuten reiße ich mich vom ersten Anblick los und steige über riesige Steinplatten und Stufen hinab in die Stadt. Durch das niedrige Sonnentor betrete ich Machu Picchu, berühre leicht die Steine. Einmal quer durch die Ruinen laufe ich nun, dem Gipfel des Huayna Picchu entgegen. Nur 400 Menschen täglich dürfen diesen Gipfel oberhalb der Ruinen erklimmen und ich möchte mir den Anblick von oben auf die Stadt nicht entgehen lassen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Aufstieg über eine steile Treppe auf den zuckerhutförmigen Gipfel dauert eine gute Stunde und die Stufen lassen jeden etwas langsamer werden. Teilweise klettert man nur noch über riesige Felsbrocken – da kommt das angebrachte Stahlseil sehr gelegen! Anfangs versteckt sich alles hinter Pflanzen, doch ungefähr ab der Hälfte verschwinden die Büsche und Bäume und geben den Blick frei auf Machu Picchu. Jetzt sieht man erst richtig das gesamte Ausmaß der Anlage mit all ihren Bauten und Terrassenfeldern rundherum. Sagenhaft, wie tief nach unten die Terrassen sich ziehen – es ist doch alles so steil! Der Gipfel des Huayna Picchu ist ebenfalls Standort einer kleinen Befestigungsanlage und irgendwann komme auch ich oben an. Ich ergattere einen Platz auf einem Felsen, von dem aus ich einen unwahrscheinlichen Blick auf die Ruinenstadt unter mir habe. Von oben betrachtet hat Machu Picchu die Form eines Kondor, es sieht unglaublich aus! Im Hintergrund erheben sich weitere Gipfel, wie ein einziges Wellenmeer rauschen mir die dunkelgrünen Berge  entgegen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<div id="attachment_204" class="wp-caption alignleft" style="width: 223px"><img class="size-full wp-image-204" title="Machu Picchu" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/Machu-Picchu.jpg" alt="Ruinen mit geheimnisvoller Ausstrahlung" width="213" height="320" /><p class="wp-caption-text">Ruinen mit geheimnisvoller Ausstrahlung</p></div>
<p>Der Anblick Machu Picchus verliert auch nach zwei Stunden nichts von seiner Magie, aber es finden sich immer mehr Menschen um mich ein und so gehe ich wieder den Abstieg an. Unten erkunde ich nun endlich die Ecken und Flächen und Häuser und Mauern und Treppen der Inka. Die Stille zwischen den Steinen entführt meine Gedanken, wie haben die Menschen an diesem Ort  gelebt? Ob damals schon eine genauso friedliche Atmosphäre herrschte wie heute? Oder gab es hier auch grausame Dinge zu sehen wie Rituale oder Verurteilungen?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ohne Führer erschließen sich mir einzelne Abschnitte natürlich nicht so genau, doch Wohnbereiche und Ritualbereiche kann ich unterscheiden. Im Vorbeigehen lausche ich anderen Gruppen und dabei erfahre ich, dass alle Häuser durch ihre Anordnung und Ausrichtung den ganzen Tag über von Sonne durchflutet sind. Der Sonnengott Inti war einfach der Höchste aller Götter! Immer wieder lande ich am Rand des Abgrunds und schaue den Terrassenfeldern hinterher. Lamas grasen zwischen den Bauten, Eidechsen geniessen die Wärme der Steine. Auf dem Hauptplatz in der Mitte steht ein alter Baum, er hat die Ruinen über Jahre hinweg begleitet&#8230; Trotz der täglichen Touristenscharen bewegt sich Machu Picchu sehr langsam, lässt sich in seiner Jahrhunderte alten Ruhe und Vergessenheit nicht stören. Das macht für mich wohl die größte Magie dieses Ortes aus&#8230;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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		<title>Laos intensiv – vom Mekong bis zu den Bergvölkern des Nordens</title>
		<link>http://www.touristsunited.de/laos-intensiv-%e2%80%93-vom-mekong-bis-zu-den-bergvolkern-des-nordens/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 11:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Bergdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Bootsfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Laos]]></category>

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		<description><![CDATA[Abseits der bekannten Routen entdeckt unsere kleine Reisegruppe per Boot, Fahrrad und zu Fuß Nordlaos. Dabei erleben wir nicht nur den unmittelbaren Alltag der Landbevölkerung, sondern besuchen auch einige Schulprojekte in abgelegenen Bergdörfern, die wir durch Spenden unterstützen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_170" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-170" title="Dorfbewohner" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/Dorfbewohner1.jpg" alt="Dorfbewohner" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Zu Besuch im Bergdorf - ein Ereignis für die Touristen wie für die Bewohner</p></div>
<p><strong>Abseits der bekannten Routen entdeckt unsere kleine Reisegruppe per Boot, Fahrrad und zu Fuß Nordlaos. Dabei erleben wir nicht nur den unmittelbaren Alltag der Landbevölkerung, sondern besuchen auch einige Schulprojekte in abgelegenen Bergdörfern, die wir durch Spenden unterstützen.</strong></p>
<p><em>Von Daniel Kohne</em></p>
<p>Drei Stunden bin ich bereits auf der laotischen Hauptverkehrsstrasse unterwegs, die vom Mekonghafen Pak Beng durch das nördliche Laos bis nach Vietnam führt, als die Bremsen meines Mountainbikes zum ersten Mal herausgefordert werden. Eine Entenfamilie überquert hinter einer Kurve gemächlich schnatternd die Straße. Ich weiche souverän aus. Kein Grund für Aufregung. Der Fahrradhelm auf meinem Kopf  kommt mir immer überflüssiger vor.</p>
<p><span id="more-163"></span>Ich hatte schon im Vorfeld der Reise gehört, dass die Straßen in diesem Teil des Landes kaum befahren sind. Doch der geringe Verkehr auf der Strecke überrascht mich trotzdem. Lastwagen und Busse gibt es so gut wie gar nicht. Nur ab und an kommt mir ein Auto oder Motorrad entgegen. Dafür begegne ich immer wieder anderen Fahrradfahrern und Fußgängern auf der gut geteerten Straße, die sich zwischen malerischen Trockenreisfeldern und Berghängen hindurchschlängelt. Viele der Radfahrer sind schwer bepackt, ausnahmslos alle betrachten mich interessiert. Fahrrad fahrende „Langnasen“ stellen in Nordlaos noch immer eine Kuriosität dar. Außerdem wirke ich mit meinen 21 Gängen, der Sonnenbrille und dem Fahrradhelm vermutlich ähnlich fremd wie ein Außerirdischer.</p>
<p><strong>Tour de France in Nordlaos</strong></p>
<p>Mit der Stille ist es jedoch schlagartig vorbei, sobald ich mich einer Siedlung nähere. Eher erinnern die Dorfdurchfahrten entlang der vielen Straßendörfer an die Zieleinfahrt der Tour de France. Jubelnde Kinder stürmen auf die Strasse, um mich zu begrüßen, aus den Häusern winken mir die Erwachsenen zu und ganz Mutige strecken sogar ihre Hände aus und fordern im Vorbeifahren einen Handschlag. Ein Freund hatte mir vor der Tour erzählt, dass es kaum einen besseren Weg gebe, den laotischen Alltag zu erleben als vom Sattel eines Fahrrades aus. Abgesehen von meinem offensichtlichen Sonderstatus beim Durchqueren der Dörfer finde ich seine These bestätigt.</p>
<div id="attachment_176" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-176" title="07_LA_HP_18" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/07_LA_HP_181.jpg" alt="Zwischenhalt an einem Straßenstand. Von Bananen bis Bambusratte wird hier so ziemlich alles feil geboten" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Zwischenhalt an einem Straßenstand. Von Bananen bis Bambusratte wird hier so ziemlich alles feil geboten</p></div>
<p>Wasserbüffel wälzen sich neben der Fahrbahn in Schlammkuhlen, Kinder trödeln auf dem Weg zur Schule und auf der Straße trocknen rote Chilischoten, Mais und Baumpilze in der Sonne. Die Bewohner der angrenzenden Dörfer nutzen die Straße wegen des wenigen Verkehrs als Lebensraum und Marktplatz. Hier kämmen sich Frauen gegenseitig die Haare während sie Waren feil bieten oder auf die Jüngsten aufpassen, sofern das nicht die Geschwister übernehmen. Für mich als Fahrradfahrer eine phantastische Möglichkeit, im Vorübergehen in den Alltag einzutauchen, viele Eindrücke zu sammeln und trotzdem in Bewegung zu bleiben.</p>
<p>Trotz der vielen Zahnkränze lege ich nur etwas mehr als ein Drittel der 130 Kilometer nach Oudomxay im Sattel zurück. Auch die anderen aus unserer kleinen Gruppe lassen sich nach und nach von unserem Begleitbus einsammeln. Wir sind eben keine trainierten Radfahrer auf der Suche nach exotischen Strecken, sondern wollen Nordlaos auf  authentische Art und Weise kennen lernen, was hier nun einmal am besten per Fahrrad funktioniert. Ganz abgesehen davon, dass es Spaß macht!</p>
<p>Obwohl es im Bus bequem ist, verbringe ich die beiden folgenden Tage komplett auf dem Fahrrad. Die Strecke führt durch eine traumhafte Landschaft. Ich staune über die unzähligen Grüntöne, die sich in feinen Schichten über die Felder und Berghänge gelegt haben und sich am Horizont zu vermischen scheinen. Sportlich gesehen ist die Strecke zum Glück keine Herausforderung. Abgesehen von ein paar kleinen Erhebungen führt die Strasse meist leicht bergab. So wird die Tour auch für untrainierte Radfahrer zu einem echten Vergnügen. Trotzdem lege ich viele Pausen ein. Sei es, um am Straßenrand ein paar Bananen zu erstehen, in Ruhe einen Blick auf die Pfahlhütten in den Dörfern zu werfen oder mich an einem Kiosk mit der laotischen Variante von Red Bull aufzuputschen.</p>
<div id="attachment_177" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-177" title="06_LA_HP_12" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/06_LA_HP_12.jpg" alt="Wer Grün mag, ist hier richtig. Während wir durch die Landschaft gleiten, bieten sich uns immer wieder traumhafte Ausblicke." width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Wer Grün mag, ist hier richtig. Während wir durch die Landschaft gleiten, bieten sich uns immer wieder traumhafte Ausblicke.</p></div>
<p>Ich bin daher fast traurig, als wir am Abend des dritten Tages in der Hafenstadt Muang Khua am Nam Ou eintreffen, wo wir die Fahrräder wieder auf das Busdach hieven und  festzurren. Muang Khua besitzt mit einer Seilfähre und einer stählernen Hängebrücke für Fußgänger gleich zwei ungewöhnliche Attraktionen. Auf der hölzernen Terrasse eines der Lokale am Hafen ruhe ich mich bei einem kühlen Beerlao, dem laotischen Bier aus deutschem Hopfen, aus. Von dort kann ich beobachten, wie das altersschwache Kanonenboot den von Stahlseilen geführten, rostigen Schwimmponton mühsam über den Fluss bis zur gegenüberliegenden Straße schiebt. Von dort aus sind es noch etwa 60 Kilometer bis nach Vietnam. Auch wenn heute kaum Fahrzeuge auf die eigentümliche Fähre warten &#8211; Muang Khua ist der Verkehrsknotenpunkt, den alle Waren auf ihrem Weg von der vietnamesischen Grenze durchqueren müssen. Vielleicht liegt es an der Uhrzeit, aber ich habe den Eindruck, dass es hier auch an anderen Tagen nicht wesentlich geschäftiger zugeht.</p>
<p>Am folgenden Tag wollen wir mit einem Charterboot auf dem Nam Ou flussabwärts bis zu dem kleinen Handelsort Hatsa fahren. Dort soll unsere Wanderung in die Bergdörfer der Umgebung beginnen.</p>
<p><!--more--></p>
<div id="attachment_183" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-183" title="20_LA_MvS_13" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/20_LA_MvS_13.jpg" alt="20_LA_MvS_13" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Bootsfahrt in atemberaubender Bergkulisse</p></div>
<p>Hatsa lässt sich, wie die meisten Dörfer am oberen und mittleren Nam Ou, nur mit dem Boot erreichen. Zum Glück liegt die Regenzeit schon etwas länger zurück und die Flüsse führen bereits weniger Wasser. Nach den starken Niederschlägen in den Sommermonaten sieht die Welt hier ganz anders aus, weil die anschwellenden die Flüsse regelmäßig weite Bereiche an ihren Ufern überfluten.</p>
<p>Während wir in unserem gecharterten Boot flussabwärts gleiten, überrascht uns die intensive Bewirtschaftung der Flussufer. Sicher liegt es daran, dass im Norden nur die wenigsten Flächen leicht zu bearbeiten sind und Maschinen ohnehin die Ausnahme bilden. Daher werden die fruchtbaren Böden von Hand oder allenfalls mit Hilfe eines Ochsen bearbeitet, um Mais, Reis, Kartoffeln, Yams und Gurken anzupflanzen. Landwirtschaft ist hier noch immer eine knochenharte Arbeit, weil die Mehrzahl der Felder an steilen, brandgerodeten Hängen liegt. Kein Wunder, dass die fruchtbare Uferstreifen und Sandbänke, die im Herbst mit dem Sinken des Wasserstandes sichtbar werden, sofort mit geflochtenen Zäunen eingegrenzt und bepflanzt werden. Außerdem gibt es erstaunlich wenige Tiere. Vielleicht liegt es daran, dass die laotische Küche aus der Not eine Tugend macht und nur wenige Tiere verschmäht. Ob Bambusratte, Schlange, Eichhörnchen, Fledermaus oder Nashornkäfer – in irgendeiner Form scheint jedes Tier verspeist zu werden oder die Grundlage für eine Suppe zu bilden.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-185" title="11_LA_BP_04" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/11_LA_BP_04.jpg" alt="11_LA_BP_04" width="320" height="213" />In Hatsa schlagen wir für die Nacht unsere Zelte auf. Einige von uns können auch in einem der Schlafräume des neben der Schule gelegenen Boardinghouse übernachten. Viele der hier lebenden Kinder sind über das Wochenende zu ihren Familien in den umliegenden Bergdörfern zurückgekehrt und werden erst am Montag wiederkommen.</p>
<p>Finanziert wurde das Boardinghouse von dem Verein „Die Bambusschule e.V.“, um auch Kindern aus ärmeren Familien, die kein Geld für die Unterbringung ihrer Kinder in Gastfamilien aufbringen können, den Schulbesuch zu ermöglichen. Untergebracht sind die Kinder in drei großen Gemeinschaftsräumen. Uns irritiert der Gedanke, dass sie hier teilweise wochenlang, meist auf sich alleine gestellt ohne ihre Eltern leben. Traurig oder bedrückt wirken die Kinder allerdings nicht. Eher sehr neugierig. Ihre Mahlzeiten bereiten sie in kleinen Kochhütten hinter dem Haus mit den Nahrungsmitteln zu, die sie von zu Hause mitgebracht haben. Es ist es ein ungewöhnlicher Anblick für uns, dort Sechsjährige souverän mit offenem Feuer und gewaltigen Messern hantieren zu sehen.</p>
<p>Während wir unter interessierten Kinderblicken unsere Zelte aufbauen, spielen Gabi und Andrea, zwei Teilnehmerinnen unserer kleinen Gruppe, mit einigen der Kinder. Es dauert nicht lange, und die beiden sind von einer lachenden und rhythmisch klatschenden Kinderschar umlagert. Später übersetzt Muen, unser laotischer Begleiter und Übersetzer, einige Fragen, so dass sich langsam ein Gespräch entwickelt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Am nächsten Morgen brechen wir früh auf. Ziel unserer Wanderung ist Ban Houay Lor. In dem abgelegenen Bergdorf der Hmong haben die Dorfbewohner mit der Unterstützung des Vereins „Die Bambusschule e.V.“ für ihre Kinder vor einigen Jahren eine Grundschule errichtet, um ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. Inzwischen sind nach diesem Modell am Nam Ou einige andere Projekte entstanden. Auf unserer Reise möchten wir einige davon besuchen und mehr über die Lebensbedingungen der laotischen Landbevölkerung sowie die Arbeit des Vereins zu erfahren.</p>
<p><!--more--></p>
<div id="attachment_190" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-190" title="18_LA_MvS_12" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/18_LA_MvS_12.jpg" alt="Fließend Wasser auf laotisch. Auf dem Weg zum Markt werden die Erdnüsse noch schnell im Fluss am Wegesrand gewaschen. " width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Fließend Wasser auf laotisch. Auf dem Weg zum Markt werden die Erdnüsse noch schnell im Fluss am Wegesrand gewaschen. </p></div>
<p>Der Lehmpfad in die Bergdörfer führt ohne komplizierte Elemente wie Kurven oder Serpentinen im konstanten 45-Grad Winkel steil bergauf. Der Aufstieg verlangt mir Einiges ab. Drei Stunden und etliche Liter Mineralwasser brauche ich, bis sich ein paar hundert Meter höher endlich die dichte Vegetation lichtet und ich die erste Hügelkuppe erreiche. Golden schimmern die Rispen des Trockenreis im Sonnenlicht des Vormittags. Mein Blick schweift über die grünen Hänge unter mir bis ins Tal, durch das sich der Fluss schlängelt. Angesichts des Höhenunterschiedes und des Gefühls in meinen Waden erfüllt mich leichter Stolz.</p>
<p>Mit der Gruppe haben wir verabredet, uns erst am Nachmittag im Bergdorf der Hmong wieder zu treffen. So kann jeder die Strecke in seinem Tempo zurücklegen, ohne sich unter Leistungsdruck zu fühlen. Unsere einheimischen Träger und Begleiter sind mit unseren Rucksäcken beladen bereits weit vorausgeeilt. Mit meinem Bambusstock bewaffnet folge ich ihren Markierungen. „Eigentlich sind die Markierungen nicht nötig.“, hatte unser laotischer Guide uns am Morgen Mut gemacht. „Wenn ihr an jeder Weggabelung einfach immer den steilsten Weg einschlagt, kommt ihr auch an!“</p>
<div id="attachment_188" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-188" title="12_LA_HP_04" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/12_LA_HP_04.jpg" alt="12_LA_HP_04" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Kein Luxus, aber dafür umso authentischer. Für Gäste haben die Bewohner eigene Bambusbungalows in der Nähe des Dorfes gebaut. So verbessert die Gemeinschaft durch unsere Übernachtungen zusätzlich ihr Einkommen. </p></div>
<p>Abends an den Kochfeuern vor den einfachen Bambusbungalows, in denen wir die Nacht verbringen werden, habe ich die Anstrengung des Aufstiegs fast wieder vergessen. Das für unsere Gruppe geschlachtete Schwein ist inzwischen zerlegt. In den vielen Töpfen brutzelt, kocht und gart eine Unmenge an köstlichen, aber auch die europäischen Sinne irritierenden Gerichten. Das Essen soll für alle reichen, denn die Dorfbewohner sind zu unserem Festmahl eingeladen. Schweinefleisch ist in den Dörfern eine absolute Besonderheit und wird nur an ausgewählten Feiertagen serviert. Vielleicht sind auch deshalb viele Bewohner der Einladung zum Essen gefolgt. Im normalen Leben sind die Tiere viel zu wertvoll, um als bloße Fleischlieferanten zu dienen. Im ländlichen Laos sind sie für ihre Besitzer eher eine Geldanlage und Absicherung gegen Notfälle.</p>
<p>Beim Essen wird noch einmal deutlich, wie klar die Hierarchien in den Dörfern sind. Gemeinsam mit den örtlichen Honoratioren nehmen wir unsere Mahlzeit in dem eigens für Besucher errichteten „Restaurant“ ein. Die Konstruktion ist eine überdachte und mit selbst gezimmerten Bänken und Tischen ausgestattete Plattform. Während die übrigen Bewohner direkt an den Feuerstellen essen, sitzen wir im Licht tropfender Kerzen an unseren mit Bananenblättern dekorierten Tischen. Erst im Anschluss an die Mahlzeit können wir zusammenrücken und die Bänke zu den Feuern tragen. Eine ältere Frau aus dem Dorf erzählt uns, wie man sich in ihrer Jugendzeit auf dem Feld mit seinem Liebsten verständigt hat, ohne dass die Eltern etwas davon mitbekamen. Muen muss ununterbrochen übersetzen. Für ihn ist der Abend mit Sicherheit einer der anstrengendsten bisher. Später taucht noch einer der Männer des Dorfes mit einem seltsamen, aus Bambus gefertigten Musikinstrument auf und will wissen, ob es das auch in unserer Heimat gäbe. Als wir ihm erzählen, dass wir das Gerät noch nie zuvor gesehen haben, demonstriert er uns stolz die Handhabung, die auch mit einer traditionellen Schrittfolge verbunden ist. Irgendwann gibt Muen erschöpft auf und wir verständigen uns mit Händen und Füssen. Als ich mich schließlich in meinen Bungalow zurückziehe, habe ich ein Gefühl, als wäre es weit nach Mitternacht. Meine Uhr behauptet allerdings hartnäckig, es sei erst halb zehn. Ich krieche unter mein Moskitonetz, schließe die Augen und falle augenblicklich in einen tiefen Schlaf.</p>
<p>Ich blinzele aus dem Bungalow und sehe überall Glühwürmchen durch den Wald huschen. Es ist stockdunkel, aber die Hähne des Dorfes machen sich bereits lautstark bemerkbar. Es dauert einen Moment bis ich begreife, dass es die Taschenlampen der Dorfbewohner auf dem Weg zur einzigen Wasserstelle sind, die durch die Dunkelheit leuchten. Verschlafen drehe ich mich wieder auf die Seite. Wir haben zwar die Möglichkeit, am normalen Tagesablauf der Bewohner teilzuhaben, doch ich beschließe in diesem Moment, meinen Tag erst mit der Dämmerung zu beginnen und noch ein wenig weiterzuschlafen, bevor ich mich dazugeselle. Insgeheim bin ich einfach nur dankbar, dass mich niemand zu dieser Zeit weckt, damit ich mich rechtzeitig vor Morgengrauen auf den Weg zu einem der teilweise weit entfernt gelegenen Felder mache. Offensichtlich ist der Arbeitsethos der Hmong nicht nur theoretischer Natur.</p>
<p><strong>Party über den Wolken</strong></p>
<p>Zwei Tage später und ein Dorf weiter, sieht die Welt bereits ganz anders aus. Das Dorf Ban Kong Muan wird von der Volksgruppe der Khmu bewohnt. Diesmal sind wir in den Hütten einiger Familien untergebracht, die durch die Vermietung etwas Geld verdienen. Es ist noch früh am Morgen, doch einige der Frauen, die über den Dorfplatz schlendern, kauen bereits Betelnüsse. Die Nüsse besitzen eine leicht aufputschende Wirkung und färben Spucke, Zahnfleisch und Zähne  tiefrot. Ich bin vor unseren Gastgebern aufgewacht und verstehe den Wunsch der Frauen nach einem Energieschub. Allerdings können mich die Nüsse gar nicht reizen. Ein Kaffee wäre natürlich etwas ganz anderes!</p>
<p><!--more--></p>
<div id="attachment_189" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-189" title="09_LA_HP_07" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/09_LA_HP_071.jpg" alt="09_LA_HP_07" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Traumlage für jeden Makler</p></div>
<p>Ban Kong Muan liegt 1200 Meter über dem Meeresspiegel und befindet sich zurzeit im wahrsten Sinne des Wortes über den Wolken. Unter mir verschwindet die Welt bis auf die grünen Kuppen der Gebirgszüge im feuchten Weiß der dichten Wolkenschicht, während sich über mir die Sonne noch im Dunst versteckt. Genau dazwischen schweben wir und der Blick kann ungehindert in die Ferne schweifen. Linkerhand liegt China, die Hügel auf der anderen Seite gehören bereits zu Vietnam.</p>
<p>In der vergangenen Nacht hatten wolkenbruchartige Regenfälle das Dorf in eine einzige Lehmpiste verwandelt und überall kleine Bäche ins Tal strömen lassen. Doch heute Morgen ist davon nichts mehr zu sehen. Es ist angenehm kühl, ideales Wetter für den Abstieg, der uns wieder an die Ufer des Nam Ou bringen soll, wo hoffentlich das gecharterte Boot auf uns wartet. Doch so schnell lassen uns die Dorfbewohner nicht gehen. Nach dem Steinschleuderwettbewerb am Vortag und dem anschließenden Fest scheint ein Teil der anfänglichen Berührungsängste verschwunden zu sein. Wir werden aufgefordert, Fotos zu machen. Von den Kindern des Dorfes, von Familien, aber auch immer wieder gemeinsame Bilder mit unseren einheimischen Tanzpartnern und -partnerinnen vom Vorabend.</p>
<p>Der Schein einer einzelnen, unruhig flackernden Glühbirne, die durch den Strom eines kleinen Wassergenerators betrieben worden war, hatte letzte Nacht eine der absurdesten  Situationen unserer gesamten Reise zu beleuchten versucht. Inmitten der einsamen nordlaotischen Bergwelt, mehrere Stunden Fußmarsch vom nächsten Dorf entfernt, war unser Besuch ein willkommener Anlass zum Einsatz der dorfeigenen Beschallungsanlage. Zu genau zwei abwechselnd gespielten, laotischen Popsongs waren wir vom sichtlich stolzen DJ unermüdlich zum Mittanzen aufgefordert worden. Der Meister der großen Lautsprecherbox mit dem eingebauten, hoffnungslos übersteuerten Verstärker, hatte uns so lange persönlich mit einem durch Echoeffekte verzerrtem Mikrofon zur Teilnahme am unvermeidbaren laotischen Reihentanz eingeladen, bis wir uns nicht mehr entziehen konnten. Nach den ersten befangenen Runden begann das Ganze dann allerdings sogar Spaß zu machen. Wer von uns hätte auch erwartet, hoch über den Wolken noch einmal das kombinierte Gefühl von Tanzkurs und Schuldisco aufleben zu lassen. Richtig losgegangen war die Party allerdings erst nach unserem Rückzug in die Schlafsäcke. Die Dorfjugend feierte noch anderthalb Stunden weiter. Dann hatte der Wolkenbruch dem Vergnügen ein schnelles Ende bereitet.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_191" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-191" title="13_LA_BP_05" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/13_LA_BP_05.jpg" alt="Die Kinder aus dem Nachbardorf besuchen gemeinsam mit den Kindern aus Ban Hoay Lor die Grundschule. Das Gebäude ist die erste Schule des Vereins „Die Bambusschule“. " width="320" height="213" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Die Kinder aus dem Nachbardorf besuchen gemeinsam mit den Kindern aus Ban Hoay Lor die Grundschule. Das Gebäude ist die erste Schule des Vereins „Die Bambusschule“. </p></div>
<p><strong> </strong><strong>Eine Schule für Ban Ponsanah</strong></p>
<p>Der Abstieg ist zwar weniger anstrengend als der Weg hinauf, doch durch den Regen sind einige Stellen des Lehmpfades so matschig geworden, dass unsere Schuhe am Ende des Weges wie paniert aussehen. Kein Wunder, dass wir das Bad im klaren Flusswasser besonders genießen, bevor wir an Bord gehen, um weiter zum Flussdorf Ban Ponsanah zu fahren. Für den kommenden Tag wird dort hoher Besuch aus der Hauptstadt Vientiane erwartet, denn die Einweihung des neuen Schulgebäudes für 150 Kinder und Jugendliche steht auf dem Programm. Aber auch wir werden als Ehrengäste empfangen, da jeder von uns im Rahmen der Reise die Projekte des Vereins „Die Bambusschule“ unterstützt.</p>
<p>Am kommenden Tag stehen dann auch die Schulkinder Spalier in der brennenden Sonne und begrüßen die offiziellen Vertreter von Partei und Staat, aber auch die Delegation der Deutschen Botschaft und unsere Gruppe. Ich betrachte den Auflauf und die Reden mit gemischten Gefühlen und bin erleichtert, als der offizielle Teil irgendwann vorbei ist und wir wieder zu „ganz normalen“ Reisenden werden können, die einfach mehr über Laos und die Menschen des Landes erfahren wollen. Mit Blick auf die vergangenen Tage bin ich verblüfft, was wir in der kurzen Zeitspanne unserer Reise alles erlebt haben. Aber ich merke auch, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, die vielen Eindrücke und Bilder zu verarbeiten. Daher bin ich froh, dass wir zum Abschluss der Reise die nächsten beiden Tage zur Akklimatisierung in dem kleinen Ort Muang Ngoi verbringen werden, bevor es zurück nach Luang Prabang geht.</p>
<div id="attachment_192" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-192" title="17_LA_BM_01" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/17_LA_BM_01.jpg" alt="Die Schüler der neuen Grundschule stehen in der Mittagshitze Spalier für die Besucher der Einweihungszeremonie." width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Die Schüler der neuen Grundschule stehen in der Mittagshitze Spalier für die Besucher der Einweihungszeremonie.</p></div>
<p>Im Gegensatz zu den kleinen Dörfern ist Muang Ngoi auf alternative Touristen eingestellt. Es gibt Gästehäuser mit Strom und heißem Wasser, kleine Restaurants, in denen man Pfannkuchen und Frühlingsrollen bestellen kann und eine Reihe von touristischen Freizeitangeboten. Auch Muang Ngoi ist nur über den Flussweg zu erreichen. Es wird in vielen Reiseführern als Geheimtipp gehandelt und liegt in eine spektakuläre Landschaft eingebettet. So wird die Bootsfahrt auf dem sich zwischen atemberaubenden Karstgipfeln hindurchschlängelndem Fluss zu einem weiteren landschaftlichen Höhepunkt unserer Tour.</p>
<p>Als wir auf der Terrasse eines Restaurants den spektakulären Sonnenuntergang vor der eindrucksvollen Bergkulisse genießen, bin ich mir sicher, dass ich von dieser Reise noch lange träumen und vermutlich noch länger begeistert berichten werde. Besonders deutlich wird mir der Unterschied zu anderen Reisen bei einem Gespräch mit zwei schwedischen Touristen in Luang Prabang ein paar Tage später. Die beiden berichten mir ziemlich abgeklärt von den vielen Orten, die sie bereits auf ihrer Asientour besucht haben und listen routiniert die noch ausstehenden Destinationen auf. Für mich klingt das Ganze ein wenig wie eine Checkliste aus dem Lonley Planet. Mir wird einmal mehr deutlich, dass wir nur so viel von Laos gesehen haben, weil wir uns bewusst auf einen kleinen Ausschnitt des Landes konzentriert haben. Manchmal ist weniger eben wirklich mehr.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_193" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-193" title="19_LA_HP_14" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/19_LA_HP_14.jpg" alt="Unsere Schuhe trocknen auf dem Bootsverdeck, während wir dem Nam Ou flussabwärts durch die beeindruckende Landschaft folgen." width="320" height="213" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Unsere Schuhe trocknen auf dem Bootsverdeck, während wir dem Nam Ou flussabwärts durch die beeindruckende Landschaft folgen.</p></div>
<p><strong>Anreise:</strong><br />
Von Bangkok aus fliegen Bangkok Airways und Lao Airlines mehrmals täglich nach Luang Prabang. Tipp: direkt online unter <a href="http://www.bangkokair.com/" target="_blank">www.bangkokair.com</a> buchen.<br />
<strong>Visum:</strong><br />
An den internationalen Flughäfen Vientiane, Luang Prabang und Paksé sowie an den internationalen Grenzübergängen konnen „Visa upon Arrival“ für einen Aufenthalt von 30 Tagen zum Preis von 30 USD (Sonn- und Feiertagszuschlag 1USD) gegen Vorlage des noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepasses und von 2 Lichtbildern beantragt werden.<br />
<strong>Reisezeit:</strong><br />
Als beste Reisezeit gilt der Zeitraum von Oktober bis Februar<br />
<strong>Info:</strong><br />
Lao Tourist office, c/o Indochina Services, Enzianstraße 4a, 82319 Starnberg <a href="http://www.indochina-services.com/" target="_blank">www.indochina-services.com</a><br />
<strong>Projekt:</strong><br />
Die Bambusschule e.V. / <a href="http://www.die-bambusschule.de/" target="_blank">www.die-bambusschule.de</a><br />
<strong>Veranstalter:</strong><br />
Travel Beyond /<a href="http://www.travel-beyond.de " target="_blank"> www.travel-beyond.de</a> / <a href="mailto:kontakt@travelbeyond.de" target="_blank">kontakt@travelbeyond.de</a></p>
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		<title>Lass uns bloß abhauen aus dem Puff hier</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 13:11:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[2004 erklärte Sven Regener, „Neue Vahr Süd“ nicht verfilmen lassen zu wollen. Zu lang und komplex sei der Roman über die Wehrdienstzeit des Frank Lehmann. Das ist heute Schnee von gestern. 
Von Thompson 
Regisseurin Hermine Huntgeburth wagt sich an das Projekt, die Dreharbeiten starten im April in Bremen. Grund genug, durch das Ostertorviertel zu flanieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_129" class="wp-caption alignleft" style="width: 324px"><img class="size-full wp-image-129 " style="margin: 3px; border: 3px solid black;" title="Auf den Spuren von Herrn Lehmann" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/P1020045.JPG" alt="Auf den Spuren von Herrn Lehmann" width="314" height="230" /><p class="wp-caption-text">Frank Lehmann wohnt hier nicht mehr.</p></div>
<p><strong>2004 erklärte Sven Regener, „Neue Vahr Süd“ nicht verfilmen lassen zu wollen. Zu lang und komplex sei der Roman über die Wehrdienstzeit des Frank Lehmann. Das ist heute Schnee von gestern. </strong></p>
<p><em>Von</em><em> Thompson </em></p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://www.touristsunited.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Regisseurin Hermine Huntgeburth wagt sich an das Projekt, die Dreharbeiten starten im April in Bremen. Grund genug, durch das Ostertorviertel zu flanieren. Was ist geblieben von den Plätzen der Lehmannschen Jugend?</p>
<p><em><span id="more-128"></span></em></p>
<p><em> </em>Ein graues Haus, braune Fensterrahmen zum Ostertorsteinweg hin, die  weissen Vorhänge sind aufgezogen. Hier war es, war sie. Das Chaos, die  WG. Zweite Heimat der Frank Lehmann, nachdem er der elterlichen Vahr im Halbzwist den Rücken kehrt. Das Programmkino im Erdgeschoss existiert immer noch. Daneben der Eingang, die schwere Tür schwingt auf. Im Buch stinkt es jetzt „nach Urin und Schimmel“ und „das Licht im Treppenhaus funktioniert nicht“. Mir leuchtet die Deckenlampe den Weg über saubere Stufenberge, frisch gebohnert, der Duft von Putzmittel und, irgendwo, Linsensuppe. Kein Kratzen am Schloss, kein hektisches Verstummen in der zweiten Etage. Ich klopfe dreimal, Bremer Recht. Niemand öffnet. Stille, nichts passiert. Frank Lehmann wohnt hier nicht mehr.</p>
<p>Zurück auf der Straße, brüllt mir die Sielwallkreuzung entgegen, der Ort, „wo immer die Junkies herumlungerten“. Jetzt, am frühen Nachmittag, anderes Klientel: Studenten, Mütter, Anzugträger. Die Zehn rumpelt vorbei, schneidet dabei einen Rettungswagen. Durch diesen stickigen Moloch feiert und stolpert sich Frank Lehmann, immer ein bisschen abwesend, nur dabei statt mittendrin. Ich bestelle Börek im <em>Tandour</em>. Zu „Pita mit Gyros und Krautsalat“ beobachtete Frank Lehmann gerne die „Mischung aus erwartungsfroher Aufgekratztheit beim einen und stumpfer Resignation beim anderen Teil des Publikum“. Heute gähnt der Laden, ein alter Mann mit Brille löst Sudoku, das TV zeigt Eurosport, es gibt Pom-Döner. Draußen ziehen Werder-Fans vorbei. Am Abend steigt die Europa League, ein Wettbewerb, der 1980 noch Europapokal der Pokalsieger hieß. Die Zeiten haben sich geändert. Der alte Mann bezahlt, das Tandour ist leer. Frank Lehmann speist hier nicht mehr.</p>
<div id="attachment_158" class="wp-caption alignleft" style="width: 245px"><img class="size-full wp-image-158 " title="P1020042" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/P10200422.JPG" alt="&quot;Quer über das kleine Rasenstück zu laufen und am anderen Ende über die kleine Hecke zu springen&quot;" width="235" height="314" /><p class="wp-caption-text">&quot;Quer über das kleine Rasenstück zu laufen und am anderen Ende über die kleine Hecke zu springen&quot;</p></div>
<p>Fünf Minuten später und hundert Meter weiter stehe ich am Körnerwall. Frank Lehmann hatte an gleicher Stelle die fixe Idee, „quer über das kleine Rasenstück zu laufen und am anderen Ende über die kleine Hecke zu springen“. Dabei stürzt er dramatisch und betritt reichlich ramponiert das <em>Storyville</em>, eine verrauchte Kneipe im Souterrain. Die Hecke ist noch da, dornig zäunt sie das hufeisenförmige Grün ein, in dessen Mitte eine marmorne Statue thront. Ich nehme den sicheren Weg und stehe vor dem <em>Calavera</em>. Eine schwere Eisenpforte versperrt den Weg hinab, Doors open 23.00 Uhr steht da, und: Feiern für Fortgeschrittene. Das kleine Sichtfenster ist verspiegelt, die Farbe abgewetzt, ein Totenkopf-Logo ziert das im Wind schaukelnde Metallschild. Trostlos wirkt das. Das <em>Storyville</em> ist weg und Frank Lehmann auch.</p>
<p>Der Zahn der Zeit hat an allem genagt. Das <em>Litfass</em> wird nicht mehr mit sz geschrieben und der alte Waschsalon schimpft sich <em>Schnell &amp; Sauber</em>. Ob es das anatolische Restaurant <em>Dubrovnik </em>jemals gab? Immerhin, das <em>Why Not</em> wird wiederbelebt. Im heutigen <em>Moments</em>, eingeklemmt zwischen Dönerbude und Sonnenstudio, mit einem Reminiszenzabend. Frank Lehmann sah damals „eine Disco der eher düsteren Art“ mit „lethargischem Publikum“. Weil das <em>Moments</em> heute unter Viertelgängern keinen guten Ruf genießt, droht eine Disco der eher leereren Art ohne Publikum. Viel Publikum beehrt derweil die Bürgermeister-Smidt-Schule, gezwungenermaßen. In die Aula folgt Frank seinen KG-Freunden, dabei interessiert ihn das pseudopolitische Theater recht wenig. Er will nur die kleine Sibille treffen. Ich treffe auf einen hässlichen Plattenbau, bunte Graffiti zieren die vergilbte Front, und ein abgerissenes Poster fordert: Internationale Solidarität statt Volksgemeinschaft. Agitation in der Globalisierung. Frank Lehmann würde mit den Schultern zucken.</p>
<div id="attachment_160" class="wp-caption alignleft" style="width: 324px"><img class="size-full wp-image-160 " title="P1020038" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/04/P10200381.JPG" alt="„Lass uns bloß abhauen aus dem Puff hier.“ " width="314" height="227" /><p class="wp-caption-text">„Lass uns bloß abhauen aus dem Puff hier.“ </p></div>
<p>Nochmal zurück im Viertel, biege ich rechts ein, hoch zum Deich. Hier langweilt sich Frank „in einer größeren Ansammlung von Punks, die teils sitzend, teils liegend auf die nächtliche Weser hinausstarrten, hinüber zu den Bootsvereinen auf der anderen Seite oder was immer sonst es war, Schiffe fuhren jedenfalls keine“. Kalte, klare Luft friert heute über die leeren Hänge, feuchtes Gras, Resttau, auf dem Fluss treibt ein großer Ast, das Wasser ist in der Mitte aufgewühlt und in Ufernähe ganz glatt, ein Schwarm Enten rast vorbei, dann ein Jogger – keine Schiffe. Die Bootsvereine am Südufer sind Schrebergärten gewichen, die Weser ist geblieben. Nur Frank sitzt hier nicht mehr und niemand ist mehr Punk. Am Ende von „Neue Vahr Süd“ sagt Frank Lehmann über Bremen: „Lass uns bloß abhauen aus dem Puff hier.“ Er fährt nach Berlin. Seine Jugend hat er mitgenommen.</p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://www.touristsunited.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
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		<title>Sehnsucht nach sich selbst</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 11:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt sicher kaum Menschen, die das Reisen in die Nähe oder Ferne nicht als etwas Positives empfinden. Doch kaum jemand findet es normal, allein für mehrere Wochen ins Unbekannte aufzubrechen. Diejenigen, die es tun, und oft immer wieder, erzählen den zahlreichen Ungläubigen meist nur ein viel sagendes Lächeln - aber den Gleichgesinnten im Bus oder im Hostel dann die tollsten Geschichten von dem wahren Abenteuer, dem echten Entdecken und dem wirklichen Reisen eben. Nur man selbst und der Rest der Welt da draußen, was ist das für Gefühl!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_110" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><img class="size-full wp-image-110     " title="Solo Reisen - zwischen Angst und Abenteuer " src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2010/01/Blog-Schatten_012.jpg" alt="Sehnsucht nach sich selbst" width="230" height="173" /><p class="wp-caption-text">Solo Reisen - zwischen Angst und Abenteuer </p></div>
<p><strong>Es gibt sicher kaum Menschen, die das Reisen nicht als etwas Positives empfinden. Doch kaum jemand findet es normal, allein für mehrere Wochen ins Unbekannte aufzubrechen. Nur man selbst und der Rest der Welt da draußen, was ist das für ein Gefühl!</strong></p>
<p><em>Von</em><em> sbk</em></p>
<p>Auch ich gehöre zu der Spezies jener Leute, die es gern ohne jede Begleitung in die Fremde zieht, am liebsten noch in die Stille der Natur. Denn gerade allein kommen einem viele Gedanken. Gedanken über sich, was war und was kommt, und was zum Teufel man mitten in einem Wolkenbruch ohne einen trockenen Fetzen am Körper drei Tagesmärsche vom letzten rettenden Dach entfernt eigentlich so tut.</p>
<p>Was treibt einen Menschen dazu, sich derart physisch und vor allem psychisch buchstäblich auszusetzen? Wo ist der Herdentrieb, das Bedürfnis nach Sicherheit, das tröstende Gefühl der Gemeinschaft bei solchen Individuen wie mir geblieben?</p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><span id="more-105"></span></p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle gar keine abschließende Antwort geben, jedoch einmal auf den oft verschwiegenen Zwiespalt von Allein-Reisen aufmerksam machen. Was mir nämlich mitunter fehlt in den Gesprächen über den Sinn der ganzen Unternehmung, sind auch die kritischen Töne der Sehnsüchtigen. Ich kann da lediglich aus meinen Erlebnissen und Erfahrungen berichten, als Betroffener quasi. Sicher ist es nachher spannend oder vielleicht gar romantisch, von unglaublich intensiven Momenten oder einzigartigen Erfahrungen des letzten Trips zu berichten, um zu spüren, um es zu verstehen, zu begreifen, dieses: &#8220;Ich lebe!&#8221;.</p>
<p>Doch alles hat seinen Preis, auch diese Sehnsucht lässt sich nicht gratis erfüllen. Sich selbst wirklich zu erfahren, sich lebendig zu spüren in jeder einzelnen Faser, sich wach und bis zum Äußersten konzentriert, offen zu erleben, bedeutet für mich mindestens, einen furchtlosen Umgang mit der eigenen, individuellen Persönlichkeit zu pflegen. Geben wir es ruhig zu: es kostet eine ganze Menge Zweifel, viel robuste Gelassenheit, ziemlich viel naives Vertrauen in die Mitmenschen und die Natur, Erfahrung im Umgang mit  Problemen und Momente voller Angst. Und jetzt das wirklich Unangenehme: Erst das Zulassen dieser Angst, quasi ihr natürliches Vorkommen im Solo &#8211; Reisen, ist der Schlüssel zur Erfüllung der Sehnsucht nach persönlicher Intensität.</p>
<p>Jeder, der längere Zeit allein unterwegs war, weiß um diese Angst, weiß: die zu Hause hatten ja recht! Man weiß nicht weiter, fühlt sich allein und ist es im Augenblick auch. Zugleich weiß man aber auch, hier und jetzt sitzt eben nicht jeder, hier gibt es noch etwas zu entdecken, hier ist die Freude über eine unerwartete Mahlzeit oder ein scheues Lächeln noch grenzenlos. Ich habe es wiederholt kaum fassen können, wie nahe doch eigentlich Glück und Verzweiflung bei einander wohnen.</p>
<p>Ein letzter Punkt in dieser ganz persönlichen Spannung zwischen äußerer Einsamkeit und innerer Erfüllung scheint mir noch bedeutsam. Es wird oft von Alleinreisenden übergangen, wie egoistisch diese Sehnsucht eigentlich ist – die Suche nach dem ganz eigenen Erleben der Welt. Damit ist sicher nicht gemeint, dass ich es falsch finde, sich ein eigenes Bild von der Welt zu machen. Ganz im Gegenteil, ohne die individuellen Erfahrungen meiner Solo-Touren würde ich heute wohl ganz anders, und sicher weniger an meine Mitmenschen und ihr Sorgen denken. Aber auch wenn ich dankbar für alle diese Erfahrungen bin – ebenso sehr dankbar bin ich mittlerweile für die große Nachsicht und die geduldig unterdrückten Ängste derjenigen, die mich immer wieder ziehen lassen, obwohl ich Ihnen sehr nahe bin.  Zu ihnen jedoch eines Tages zurück zu kehren, erfüllt sie erst &#8211; die Sehnsucht nach sich selbst.</p>
<p>Interessante Links zum Thema:</p>
<p>Touring Afrika beschreibt spannende Orte zum abhängen und sich selbst finden beschrieben: So werden Ferienwohnungen und Lodges dort vorgestellt ==&gt; <a href="http://www.touring-afrika.de/ferienwohnungen/index.php?catid=2" target="_blank">Namibia Lodge</a></p>
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		<title>Karneval in Köln – hinkommen, reinkommen, durchkommen</title>
		<link>http://www.touristsunited.de/karneval-in-koln-%e2%80%93-hinkommen-reinkommen-durchkommen/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 12:36:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>

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		<description><![CDATA[Die besondere Stimmung des Kölner Karnevals ist schwer in Worte zu fassen. Ein euphorisches Gefühl, ein Fieber, das grassiert und die Leute schwitzen, tanzen, lachen, schreien, kumpeln lässt. Wir robben ins Müller-Leidenscheidt, eine Eckkneipe an der Kreuzung zur Bismarckstraße. Ein Elvis schreit Gandhi an, da tanzt Kaiser Franz, die Beatles grinsen, am Fenster steht ein trauriger Clown, Afroperücken reichen bis an die niedrige Decke. Der Ventilator wälzt mühsam die kochende Luft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_92" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-92" title="Karnevalsmassen" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/12/Karnevalsmassen.jpg" alt="Die feierwütige Menge" width="320" height="240" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Die feierwütige Menge in Köln</p></div>
<p><strong>11.11, 11:11 Uhr, das Spektakel nimmt seinen Lauf. Mit dreifachem „Alaaf!“ wird der Kölner Karneval eröffnet. Bis in den Februar regieren Kostüm, Kamelle und Kater die Domstadt. Wer mitjecken will, braucht starke Nerven – und Rat von einem, der den Wahnsinn überlebt hat.</strong></p>
<p>Von<em> Thompson</em></p>
<p>Ein Karnevalsbesuch empfiehlt sich im Februar zur Weiberfastnacht. Wir haben das ICE-Abteil drei Monate vorher gebucht und reisen für komfortable 52 Euro (Rückfahrt inklusive) dem Treiben entgegen. Wir, das meint ein feierwütiges Hamburger Quartett, Sonnenbrille auf der Nase, Koffer in der Hand, Vorfreude im Herzen. Am Rheinufer angekommen, geht es via Straßenbahn nach Kalk. Check-In ins <em>Hotel König</em>. Die reservierten Doppelzimmer sind nicht royal, mit 22,50 pro Person und Nacht dafür umso günstiger. Regel 1: Geld ist im Karneval Gold wert, die Unterkunft muss primitivsten Ansprüchen genügen. Tut sie. Noch sind wir flüssig. Eine Zimmeruhr tickt. Die Ruhe vor dem Sturm.</p>
<p><span id="more-91"></span></p>
<p>Wir werfen uns in Schale, genauer: in weiße Maleroveralls. Edding, Tape und schwarzer Zylinder runden den improvisierten Aufzug ab. Originell ist was anderes, doch Regel 2 lautet: Schräg angeguckt wird hier, wer normal aussieht, Verkleidung ist Pflicht. Es schlägt zwölf, die Nacht ruft. Wir antworten mit raschem Aufbruch. Der KVB platzt aus allen Nähten. Gedränge gehört zum Karneval wie Podolski nach Müngersdorf. Zwei Monroes halten kichernd Büttenreden. Am <em>Zülpicher Platz</em> schwappt der Mob an die Luft. Es geht los!</p>
<div id="attachment_95" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-95" title="Karneval (154)" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/12/Karneval-1541.jpg" alt="Die improvisierte Pflichtverkleidung" width="240" height="320" /><p class="wp-caption-text">Die improvisierte Pflichtverkleidung</p></div>
<p>Die besondere Stimmung des Kölner Karnevals ist schwer in Worte zu fassen. Ein euphorisches Gefühl, ein Fieber, das grassiert und die Leute schwitzen, tanzen, lachen, schreien, kumpeln lässt. Wir robben ins <em>Müller-Leidenscheidt</em>, eine Eckkneipe an der Kreuzung zur Bismarckstraße. Ein Elvis schreit Gandhi an, da tanzt Kaiser Franz, die Beatles grinsen, am Fenster steht ein trauriger Clown, Afroperücken reichen bis an die niedrige Decke. Der Ventilator wälzt mühsam die kochende Luft. Ich ordere Kölsch. Regel 3: Immer für den Anhang mitliefern, auf keinen Fall Alt oder Pils bestellen, nur Stange und nie Flasche sagen. Die Domstadt konkurriert mit Düsseldorf, Vokabeln sind wie geheime Codes. Wer ihrer nicht Herr ist, macht sich unbeliebt. Am Eingang pöbelt ein Spaßvogel den Türstehern mit „Helau“ entgegen. Wir schmunzeln, die alteingesessene Menge schüttelt den Kopf. Der Freak kommt hier nicht mehr rein, soviel ist klar. Kölle Alaaf – lang lebe Köln – sonst nichts! Im Mittelalter war das einst Trinkerruf, und um der Tradition willen trinken wir, rufen wir, schleppen uns in die nächste Kneipe, der Morgen ist weit weg.</p>
<p>Neun Stunden später ist der Morgen da. Ein Freitag, motto- und zwanglos. Wir singen schlimme Karaoke im <em>Key West</em> und gehören fast dazu. Regel 4: Unbedingt mitgröhlen, Textvertrautheit egal, besser laut als schön. Gassenhauer und karnevalistische Evergreens gibt es genug. Wir haben uns vorab in die obligatorischen Höhner, Bläck Fööss, Loss mer fiere, sogar Domstürmer reingehört. Zwei Händepaare danken es uns mit Applaus.</p>
<p>Vom samstäglichen Geisterzug, der die traditionellen Festsitzungen stört, kriegen wir wenig mit. Nicht schlimm, so der Tenor. Am Tulpensonntag dann erstmals Straßenrand, Kamelle fangen vom Veedelszöch, dem Zug der Schulen, Stadtteile und Stammtische. Zu Hunderten segelt die süße Kost ins Publikum, ich strecke mich, springe in die Luft. Über meinem Kopf klebrige Toffees, Bonbons, Konfekt, Luftschlangen, Lakritz. Regel 5: Kamelle nur vom Zug in die Menge und nicht andersrum, Kinder haben Vorrang, wildes Nachjagen ist verpönt. Überzuckert jetten wir wieder nach Zülpich, nochmal große Nacht. Zwischen Hohenstauffenring und Kyffhäuserstraße sind alle Gassen abgesperrt, Restaurants werden zu Diskos, Cafés zu Clubs. 500 Meter Party, das Herz des Karnevals. Unser Vierer choreographiert sich durch <em>Das Ding</em>, steppt in der <em>Flotte</em> auf den Tischen, schafft den Durchbruch im <em>Umbruch</em>, kölscht im <em>Magnus</em>, im <em>Piranha</em>, im <em>Borsalino</em>, und trudelt nach dem <em>Venus-Keller</em> glücklich aus. Viva Colonia!</p>
<div id="attachment_97" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-97" title="Karneval (209)" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/12/Karneval-209.jpg" alt="Belastungsprobe für die Biertische" width="320" height="240" /><p class="wp-caption-text">Belastungsprobe für die Biertische</p></div>
<p>Der Rosenmontag gehört dem großen Umzug. Zentrum, Altstadt, Heumarkt. Mehr als eine Million Menschen säumen die Straßen, wir sind dabei. Meterlange Tapeziertische drohen unter ihrer Bierlast zusammenzubrechen. Die Trucks sind prächtig geschmückt, kreativ und bunt oder kritisch-politisch: Angela Merkel kuschelt sich an Obama, Berlusconi grinst in Übergröße. Ah, Déjà-vu, den Wagen kenne ich doch? Richtig! Die drei besten Fahrzeuge vom Sonntag werden prämiert und dürfen auch heute starten. Blasmusik dröhnt mir auf die Ohren, meine Füße schwellen pochend, die Beinarbeit fordert ihren Tribut. Ohne festes Schuhwerk wäre schon Schluss. Plötzlich erwischt es meinen Nebenmann, eine Biene Maja drückt ihm die Lippen auf – gebützt! Bützen bedeutet knutschen und ist dem Jeck sein Hobby im Karneval. Ohne Hintergedanken, mit Frohsinn, dazu Regel 6: Mund ja, Zunge nein.</p>
<p>Wenig später ist alles vorbei. Heiser sind wir, kaputt, pleite. Der Veilchendienstag präsentiert die Nubbelverbrennung, kleine Sünden werden in Zettelform auf einer Strohpuppe verbrannt. Am Aschermittwoch beschließt das Fischessen den Karneval. Unser Trupp sitzt da freilich schon längst im Zug gen Heimat und schwört auf Regel 7: Einmal Jeck, immer Jeck! Köln, wir kommen wieder. 2010, als Ghostbusters.</p>
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		<title>Hamburg-Reykjavik mit dem Containerschiff: Lebertran und raue Männer</title>
		<link>http://www.touristsunited.de/hamburg-reykjavik-mit-dem-containerschiff-lebertran-und-raue-manner/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 12:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Containerschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Überfahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Frachtschiff übers weite Meer – ein etwas naiver, industrie-romantischer Traum? Verena Hägler wagt die sechstägige Überfahrt auf der isländischen Dettifoss, versucht, ungeschriebene Regeln zu verstehen und eingelegten Fisch zu frühstücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_76" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-76" title="Dettifoss in Island" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/12/Dettifoss-in-Island.jpg" alt="Die Dettifoss vor der isländischen Küste" width="320" height="214" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Die Dettifoss vor der isländischen Küste</p></div>
<p><strong>Mit dem Frachtschiff übers weite Meer – ein etwas naiver, industrie<ins datetime="2009-12-01T12:29" cite="mailto:Herr%20Sorbas"></ins>-romantischer Traum? Verena Hägler wagt die sechstägige Überfahrt auf der isländischen Dettifoss, versucht, ungeschriebene Regeln zu verstehen und eingelegten Fisch zu frühstücken.</strong></p>
<p>Von:<em> Verena Hägler</em></p>
<p>Wir wussten, dass unser Containerschiff in Hamburg am Dienstag oder Mittwoch ablegen würde, je nach Lademenge und Wetter. Am Montag sollten wir die Reederei anrufen: Treffpunkt Mittwoch, um 8 Uhr, auf dem Schiff. Ein Taxi fuhr uns durch den alten Elbtunnel zum Dock in den zollfreien Bereich und zwischen Containertürmen hindurch zu unserem Schiff. Im strömenden Regen standen wir nun davor. Niemand interessierte sich so recht für uns. Also trugen wir unser Gepäck auf Deck und stellten uns irgend jemandem vor. Ganz oben neben dem Aufgang zur Brücke sei unsere Kabine und die Pässe würden wir am Ende der Reise wiederbekommen, hieß es.</p>
<p><span id="more-74"></span></p>
<p>Wir gingen nochmals vom Schiff, um zu fotografieren: das Schiff, die Containertürme, die Kräne, alles fremd, aufregend und exotisch. Sehr bald kam ein Reedereiangestellter, der „not amused“ war: Es sei zu gefährlich für Fußgänger, sich frei auf dem Gelände zu bewegen und die Hafenlogistik sei Betriebsgeheimnis. Wir wurden zurück zum Schiff geführt, wo die Mannschaft nun vollständig versammelt war, samt Kapitän. Der hatte bereits einen Beschwerdebericht vorliegen und war nicht sonderlich begeistert. <em> </em></p>
<div id="attachment_79" class="wp-caption alignleft" style="width: 327px"><img class="size-full wp-image-79" title="Web_VerenaHaegler_Lebertran" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/12/Web_VerenaHaegler_Lebertran1.jpg" alt="Lebertran - das Grundnahrungsmittel an Bord" width="317" height="320" /><p class="wp-caption-text">Lebertran - das Grundnahrungsmittel an Bord</p></div>
<p>Wir waren die einzigen zwei (gut zahlenden) Passagiere auf dem Containerschiff einer isländischen Reederei. Mit uns fuhren zehn Seeleute: der Kapitän und sein Steuermann, ein Navigator, zwei Ingenieure, einige Matrosen und der Koch. Alle waren Isländer, und bis auf den Kapitän, den Kranführer und die Ingenieure sprachen alle nur Isländisch. Die Route führt je nach Ladung über Göteborg,  Århus, Friedrichshavn, Torshavn nach Reykjavik und über Rotterdam zurück nach Hamburg. Nach Island werden Güter wie Lastwagen, Holz und Kinderspielzeug geschifft, sowie Bauxit aus Rotterdam, aus dem auf Island Aluminium hergestellt wird, das von dort zurück nach Rotterdam gebracht wird.</p>
<p>Als wir Bier an Bord kaufen wollten, mussten wir ein paar Tage warten: Sämtlicher Alkohol befand sich hinter einer vom Zoll plombierten Türe, die nur der Kapitän öffnen darf, und das nur in internationalen Gewässern.  Dann wollten wir unbedingt unsere unerlaugte Fotografieraktion ausbügeln und bei den Mahlzeiten nicht mäkelig sein: alle aßen im gleichen Raum, auf verschiedene Tische verteilt. (Der Kapitän legte großen Wert auf eine wenig-hierarchische, familiäre Atmosphäre in der Mannschaft.) Jedoch gab es bereits morgens drei Sorten Makrelen liebevoll angerichtet, mittags Backfisch mit Bratkartoffeln, nachmittags schweren Kuchen und abends nochmal Fisch. Auf jedem Tisch stand eine Flasche Lebertran. Während die Seeleute meist zwei Portionen aßen, kämpften wir mit unserer ersten, auch weil wir uns auf dem Schiff nicht viel bewegen konnten.</p>
<p>Irgendwie blieben wir vorerst das wohlhabende junge Paar aus Deutschland, das etwas dämlich losgezogen war, den Hafen zu fotografieren. Wir hatten bislang keine Möglichkeit gefunden, uns den wortkargen, zurückgezogenen Männern zu erklären.</p>
<div id="attachment_82" class="wp-caption alignleft" style="width: 328px"><img class="size-full wp-image-82" title="Web_VerenaHaegler_GletscherAufIsland" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/12/Web_VerenaHaegler_GletscherAufIsland1.jpg" alt="Der erste Gletscher taucht auf" width="318" height="320" /><p class="wp-caption-text">Der erste Gletscher taucht auf</p></div>
<p>Die Rettungsübung am dritten Tag brachte die Wende. Die komplette Besatzung sollte in die enge, niedrige Rettungskapsel einsteigen und sich in die schmalen Sitze quetschen, die Türe wurde geschlossen und der Motor gestartet. (Die Kapsel wurde dieses Mal Gott sei Dank nicht ins Meer gestoßen!) Bei „Man over board!“ wurde einer der Seeleute im Rettungsschlauchboot unter großem Gelächter zu Wasser gelassen. Das Eis war endlich gebrochen: Ab jetzt durften wir den Kapitän auf der Brücke besuchen, einer der Ingenieure zeigte uns den Maschinenraum und der Kranführer beriet uns über die Inlandsrouten mit den unberechenbaren Furten, die wir befahren wollten. Ihn haben wir dann am Ende der Islandreise noch mal getroffen, um mit seinem Jeep die Gegend zu erkunden.</p>
<p>In Reykjavik wartete eine Reihe größerer Autos am Hafen: die Frauen der Seeleute waren vorgefahren, ihre Männer nach Hause zu holen. Der Kapitän brachte uns zum Abschluss noch mit seinem Auto zum Campingplatz. Drei Tage später begegnete uns das Schiff zufällig auf dem Weg Snæfellsnæs: es wurde gerade mit Aluminium beladen für die Fahrt nach Rotterdam. Ein wenig wehmütig fotografierten wir unser Schiff, das in der Ferne im Hafen lag.</p>
<p><em>Diese Reise wurde mit der Reederei Eimskip unternommen, die dieses Jahr keine Passagiere mit nimmt. Ähnliche Schiffsreisen sind buchbar z.B. bei: Nordwind Reisen GmbH.</em></p>
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		<title>Der Traum vom fremden Alltag: Leben und Arbeiten in Peru</title>
		<link>http://www.touristsunited.de/der-traum-vom-fremden-alltag-leben-und-arbeiten-in-peru/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 08:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiten im Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Cusco]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, seinen Alltag hinter sich zu lassen und irgendwo im Ausland, wenigstens zeitweise, ein neues Leben anzufangen? Tipps von einer, die es gewagt hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_66" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-66" title="Cusco" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/11/Cusco.jpg" alt="Cusco von oben" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Cusco von oben</p></div>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;"> </span></em></strong></p>
<p><strong>Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, seinen Alltag hinter sich zu lassen und irgendwo im Ausland, wenigstens zeitweise, ein neues Leben anzufangen? Tipps von einer, die es versucht hat.<br />
</strong></p>
<p>Von<em> Nadine Bresinsky</em></p>
<p>Das wirklich Schöne an Peru ist, dass der eigenen Kreativität nicht wie in Deutschland tausend Regeln im Weg stehen. Auf der anderen Seite dauern die Dinge dort eventuell länger als gewohnt&#8230; Aber wer peruanische Kreativität und deutsche Genauigkeit kombinieren kann, hat mit Sicherheit sehr viel Spaß an der Arbeit mit den äußerst aufgeschlossenen und neugierigen Peruanern. Man entdeckt ungeahnte Möglichkeiten und Talente – vor allem an sich selbst!</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<p>Die erste und einfachste Möglichkeit sind natürlich Sprachaufenthalte gekoppelt an eine freiwillige Arbeit in einem Sozialprojekt. Viele Sprachschulen, vor allem im schönen Cusco, sind international tätig, so dass eine Organisation vor der Reise möglich ist. Die Arbeit ist auf wenige Stunden in der Woche verteilt und es bleibt einem genügend Zeit, seine Umgebung und die Menschen genau kennen zu lernen.</p>
<p>Eine zweite und äußerst attraktive Möglichkeit bietet der South American Explorers Club. Ganz allgemein im Internet und speziell in jedem Clubhaus (Lima und Cusco) kann man sich über Stellenangebote z.B. in Hotels oder Reiseagenturen informieren. Diese Stellen sind an einen Arbeitsvertrag gebunden, der den Aufenthalt als „arbeitender Tourist“ in Peru legalisiert. Manchmal sucht der Club auch selbst neue Mitarbeiter und so wurde ein Freund von mir überraschend stellvertretender Manager vom Clubhaus in Cusco – ohne besondere Vorkenntnisse!</p>
<p>Für Sprachbegeisterte mit entsprechenden Vorraussetzungen gibt es die Möglichkeit, selbst die eigene Muttersprache zu unterrichten. Besonders gefragt sind natürlich Englisch und Deutsch. Empfehlenswerte Anlaufstellen hierfür sind die Institute ICPNA und Acupari in Cusco.</p>
<div id="attachment_67" class="wp-caption alignleft" style="width: 223px"><img class="size-full wp-image-67" title="El arbol" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/11/El-arbol.jpg" alt="&quot;El Arbol&quot; - der Eingang zu meinem Arbeitsplatz" width="213" height="320" /><p class="wp-caption-text">Der Eingang zu meinem Arbeitsplatz</p></div>
<p>Wer sich spontan auf seiner Reise ohne langfristigere Verpflichtungen betätigen will, kann seine Arbeitskraft natürlich auch einfach in Bars, Restaurants oder kleineren Läden anbieten. In Touristenzentren wie Cusco hat man hierbei schon allein aufgrund der meist vorhandenen Englischkenntnisse gewonnen. Jeder Geschäftsinhaber freut sich über Mitarbeiter, die Touristen auf freundliche Art und Weise in einen Plausch oder Kauf verwickeln können. Der Knackpunkt an dieser Geschichte ist jedoch, dass man als Tourist ja eben nicht arbeiten darf – eine moralische Abwägung bleibt jedem selbst überlassen.</p>
<p>Obwohl die Lebenshaltungskosten in Peru natürlich wesentlich niedriger sind als bei uns, wird man bei keiner dieser Arbeiten richtig reich – die Gehälter sind eben auch entsprechend geringer. Aber für ein Zimmer mit Küche und Bad (ungefähr 50€ im Monat) reicht es und auch Lebensmittel sind sehr günstig. Um Dinge wie z.B. eine Krankenversicherung muss man sich jedoch selbst kümmern, aber da gibt es in Deutschland ja einige entsprechende Anbieter.</p>
<p>Ich persönlich konnte in Cusco bei einem nun guten Freund als Sekretärin in seiner Reiseagentur anfangen – Einstellungskriterien: Spanisch und Englisch.  Zu meinen Aufgaben gehörte der Verkauf von Touren nach Machu Picchu und Werbung über Bücher und das Internet – so steht diese Reiseagentur nun auch im aktuellen Führer von „Reise Know-How“! Dann kam noch die Arbeit als Kellnerin im dazugehörigen vegetarischen Restaurant dazu, und weil ich so zuverlässig deutsch war hatte ich bald auch die finanzielle Verwaltung des Ganzen unter mir. Steile Karriere in zwei Monaten!</p>
<p>Eine zweite Karriere, die ich mir aufbauen konnte, war die der selbstständigen Kuchenverkäuferin. In Bars und Restaurants waren meine „deutschen Kuchen“ sehr beliebt und auch der Verkauf auf Märkten klappte gut!</p>
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		</item>
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		<title>Wenn Reiter fliegen &#8211; mit der Gerte durch den Security Check</title>
		<link>http://www.touristsunited.de/wenn-reiter-fliegen-mit-der-gerte-durch-den-security-check/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 17:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsreiten]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Reitsport]]></category>
		<category><![CDATA[Security Check]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob ich nun als Berufsreiterin oder Touristin mit Reitambitionen in den Flieger steige, der Ärger beginnt bereits beim Kofferpacken und endet frühestens nach dem Security Check. Ganz unproblematisch nehmen Surfer ihr Board, Golfer ihr Bag  und  Taucher ihre Sauerstoffflaschen mit. Ok – und ich mein Reitsport-Equipment. Irrtum!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freigepäck 20 kg, Handgepäck max. 45&#215;35x25 cm, Hund/Katze bis 5 kg,  Sportgepäck frei &#8230; und wie krieg‘ ich bitte mein Pferd mit?</strong></p>
<p>Von <em>Piaffe</em></p>
<p>Ob ich nun als Berufsreiterin oder Touristin mit Reitambitionen in den Flieger steige, der Ärger beginnt bereits beim Kofferpacken und endet frühestens nach dem Security Check. Ganz unproblematisch nehmen Surfer ihr Board, Golfer ihr Bag  und  Taucher ihre Sauerstoffflaschen mit. Ok – und ich mein Reitsport-Equipment. Irrtum! Erst einmal ist mit der jeweiligen Fluggesellschaft grundsätzlich zu klären, dass die Reiterei überhaupt ein Sport ist. Sofern der Horizont des Bodenpersonals diese Feststellung zulässt, wird bei den meisten Fluggesellschaften dennoch kategorisch das Mitnehmen eines Sattels abgelehnt. Ok, dann gebe ich für teures Geld den Sattel  per Cargo auf &#8211; ich hab’s ja. Oder ich reite mir eben auf blankem Pferderücken einen Wolf&#8230;</p>
<p><span id="more-56"></span></p>
<p>Aber die Döbert (120 cm Dressurgerte), für die es keine Verpackung gibt und somit zwangsläufig als Handgepäck mit muss und die für einen Dressurausbilder so wichtig ist wie für den Golfer das Holz – die darf doch wenigstens mit, oder ? Natürlich nicht, denn damit könnte man ja auf gedankliche Abwege geraten, wie z.B. beim Security Check während des Abtastens&#8230; oder etwa den Piloten zur Zwischenlandung zwingen und den Purser zum Nacktputzen antreiben;  dass ich damit aber worst case auch einen flugzeugentführenden Taliban niederstrecken und so die Welt retten könnte – auf die Idee kommt keiner <img src='http://www.touristsunited.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Hallo? Und  was ist mit meinen Reitstiefeln, die von mir natürlich (!) nach dem Motto „nicht ohne meine Königs + Kempkens“  in der Stiefeltasche (57&#215;35x20) als Handgepäck mitgeführt werden? Die verursachen jedes Mal, und ich fliege fast wöchentlich, ein Aufgebot an Sicherheitsbeamten, und das nicht der Taschenmaße wegen; denn in den € 1.200 Botten stecken Stiefelspanner aus Holz und Metall und die piepen beim Security Check was das Zeug hält. Die Teile sehen allerdings auch so angsteinflößend aus, dass ich meine gesamte Rhetorik  einsetzen muss, um letztendlich nicht in Flip Flops auf dem Pferd sitzen zu müssen.</p>
<p>Sitze ich dann erst mal am Gate, registriere ich auch immer wieder fragwürdige, teils verstohlene Blicke von Fluggästen, die das ganze Theater am Check In oder beim Security Check mitbekommen haben und ab und zu suchen auch schon glasige Augen meine Nähe&#8230; Hallo Leute &#8211; ich bin nur Berufsreiterin!  Ok, ich werde auch pro Stunde oder Tag bezahlt, aber nicht in Lack <img src='http://www.touristsunited.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber dann  zaubert sich auch schnell wieder ein Schmunzeln in mein Gesicht, nämlich bei dem Gedanken, dass mittlerweile meine hochelegante Mutter, die mich immer zum Flughafen fährt, wieder einmal unverrichteter Dinge, also mit meiner 120cm-langen-Döbert in der Hand (!), den Flughafen verlässt und schicke ihr dann schnell eine SMS „Hey Mum, Du tust es doch für mich“&#8230; Sitze ich dann endlich im Flieger und habe die Stewardessen erfolgreich davon überzeugt, dass meine Stiefeltasche nicht irgendwo drunter- oder zusammengequetscht wird, frage ich mich schon manchmal, weshalb ich nicht Tennis spiele.</p>
<p>Ich fliege gern, ich fliege oft, ich bin an Flughäfen mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund  und habe immer noch keinen Promistatus   &#8211; hier läuft doch gewaltig was schief, oder ?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Drei Tage im Dschungel &#8211; Ausflug in eine andere Welt</title>
		<link>http://www.touristsunited.de/drei-tage-im-dschungel-ausflug-in-eine-andere-welt/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 17:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Dschungel]]></category>
		<category><![CDATA[Dschungeltour]]></category>
		<category><![CDATA[Ecquador]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom kleinen Örtchen Banos in Ecuador aus wollte ich für ein paar Tage eine Dschungeltour machen und fand bei der Agentur Rainforesttour schnell das passende Angebot: Ich würde am übernächsten Tag mit drei weiteren Touristen und dem erfahrenen Führer Sebastian in den Dschungel gehen. Jetzt fehlte mir nur noch ein geeigneter kleiner Rucksack für die wichtigsten Dinge wie Taschenlampe, Moskitoschutz und Badeanzug.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einer kleinen Gruppe, geführt von einem Quechua-Indianer, ging es für 3 Tage in den ecuadorianischen Dschungel.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_52" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-52" title="Dschungel" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/11/Dschungel1.jpg" alt="Indianerunterkünfte im ecquadorianischen Dschungel" width="320" height="213" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Indianerunterkünfte im ecquadorianischen Dschungel</p></div>
<p>Von<em> mondentochter</em></p>
<p>Vom kleinen Örtchen Banos in Ecuador aus wollte ich für ein paar Tage eine Dschungeltour machen und fand bei der Agentur Rainforesttour schnell das passende Angebot: Ich würde am übernächsten Tag mit drei weiteren Touristen und dem erfahrenen Führer Sebastian in den Dschungel gehen. Jetzt fehlte mir nur noch ein geeigneter kleiner Rucksack für die wichtigsten Dinge wie Taschenlampe, Moskitoschutz und Badeanzug.</p>
<p><span id="more-42"></span></p>
<p>Ich muss gestehen, ich war schon etwas nervös. Ein großer Bestandteil meiner gesamten Südamerikareise basierte auf dem Wunsch, den Dschungel zu erfahren – und nun war es endlich soweit! Mit vielen Erwartungen und unglaublicher Vorfreude im Bauch wurden wir am ersten Tag zur Communidad Hola Vida („Hallo Leben“) gebracht. Diese Communidad ist eine Gemeinschaft verschiedener Dörfer von Quechua-Indianern, die ihr Land den Touristen öffnen, damit diese etwas über den Dschungel und den Umgang mit ihm lernen können. Unser Führer Sebastian kommt aus einem dieser Dörfer und auf dem Weg erzählte er uns schon einiges über die Zusammenarbeit der Indianer mit den Agenturen und auch über seinen eigenen Werdegang – er hatte unter anderem 2 Jahre in Deutschland studiert!</p>
<div id="attachment_45" class="wp-caption alignleft" style="width: 223px"><img class="size-full wp-image-45" title="Dschungel3" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/11/Dschungel3.jpg" alt="Hier muss man sich den Weg erstmal bahnen..." width="213" height="320" /><p class="wp-caption-text">Hier muss man sich den Weg erstmal bahnen...</p></div>
<p>In der Communidad angekommen blieb uns nicht viel Zeit zum Umsehen. Gleich tauschten wir unsere Turnschuhe gegen Gummistiefel und ab ging es in’s dichte Grün. Unser Ziel an diesem Nachmittag war ein Wasserfall, ungefähr eine Stunde zu Fuß von der Communidad entfernt. Auf dem Weg dorthin machte uns Sebastian mit den ersten Dschungelpflanzen und ihrem Nutzen bekannt. Es gibt z.B. eine Pflanze, deren Saft man wie eine Nasenspülung zum besseren Riechen verwendet. Ausprobiert – funktioniert! Neben den Pflanzen und einem Bad beim Wasserfall zeigte uns Sebastian auch die Kunst des Lianenerkletterns, ein unglaublicher Spaß! Nach der Rückkehr zogen wir dann in unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte. Die Indianer haben auf einem Hügel einfache Holzhütten für ihre Gäste erbaut, es gibt sogar eine warme Dusche.</p>
<p>Am nächsten Tag ging es gleich weiter mit unseren Gummistiefeln. Diesmal wanderten wir den ganzen Tag, Ziel war wieder ein Wasserfall. Dieser ist jedoch wesentlich größer und man muss erst durch eine Höhle schwimmen, um ihn zu Gesicht zu bekommen. Der Marsch war für uns Nichtdschungelmenschen alles andere als leicht. Es gab keine Trampelpfade, ab und zu ging es richtig steil runter und dann überall der Matsch! Wir schlidderten von Baum zu Baum – immer mit der Warnung im Hinterkopf, uns nicht an den Stämmen festzuhalten – denn man weiß ja nie wo man hinlangt&#8230;! Während wir uns also laut schnaubend abkämpften, bewegte sich Sebastian flink wie ein Wiesel. Doch trotz der Anstrengung hatten wir unheimlich viel Spaß. Sebastian erzählte und zeigte uns so viel über die Pflanzen und Tiere. Zum Beispiel sind Termiten auf der Haut zerrieben ein perfekter Schutz gegen Moskitos, und manche bösen Geister führen einen in die Irre, wenn man Pflanzen mutwillig zerstört. Uraltes Heilwissen und die Mythen seiner Vorfahren breitete er so vor uns aus – ich war tief beeindruckt und auch erschrocken, da ich genau ein solch selbstverständliches Zusammenleben mit der Natur in unserer Kultur vermisse.</p>
<div id="attachment_48" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-48" title="Dschungel2" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/11/Dschungel2.jpg" alt="Nachts wirds im Dschungel laut" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Nachts wirds im Dschungel laut</p></div>
<p>Nach einer Nacht intensiver Träume zum Konzert der nachtaktiven Baumfrösche fuhren wir am letzten Tag in ein kleines Dorf, wo uns die Dorfbewohner mit Chicha (Maisbier), selbstgemachtem Schmuck und unglaublicher Herzlichkeit empfingen. Gerne zeigten die Männer des Dorfes den Männern unseres kleinen Trupps zum Abschluss noch, wie man mit einem Blasrohr umgeht – gar nicht einfach!</p>
<p>Mein Ausflug in diese Welt voller fremder Gerüche und Geräusche hat mich sehr berührt und es stand für mich sofort fest: Ich gehe nochmals in den Dschungel, dann aber für länger!</p>
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