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	<title>TouristsUnited &#187; Überfahrt</title>
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	<description>...hier bloggen Weltenbummler</description>
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		<title>Hamburg-Reykjavik mit dem Containerschiff: Lebertran und raue Männer</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 12:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Containerschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Island]]></category>
		<category><![CDATA[Überfahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Frachtschiff übers weite Meer – ein etwas naiver, industrie-romantischer Traum? Verena Hägler wagt die sechstägige Überfahrt auf der isländischen Dettifoss, versucht, ungeschriebene Regeln zu verstehen und eingelegten Fisch zu frühstücken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_76" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-76" title="Dettifoss in Island" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/12/Dettifoss-in-Island.jpg" alt="Die Dettifoss vor der isländischen Küste" width="320" height="214" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Die Dettifoss vor der isländischen Küste</p></div>
<p><strong>Mit dem Frachtschiff übers weite Meer – ein etwas naiver, industrie<ins datetime="2009-12-01T12:29" cite="mailto:Herr%20Sorbas"></ins>-romantischer Traum? Verena Hägler wagt die sechstägige Überfahrt auf der isländischen Dettifoss, versucht, ungeschriebene Regeln zu verstehen und eingelegten Fisch zu frühstücken.</strong></p>
<p>Von:<em> Verena Hägler</em></p>
<p>Wir wussten, dass unser Containerschiff in Hamburg am Dienstag oder Mittwoch ablegen würde, je nach Lademenge und Wetter. Am Montag sollten wir die Reederei anrufen: Treffpunkt Mittwoch, um 8 Uhr, auf dem Schiff. Ein Taxi fuhr uns durch den alten Elbtunnel zum Dock in den zollfreien Bereich und zwischen Containertürmen hindurch zu unserem Schiff. Im strömenden Regen standen wir nun davor. Niemand interessierte sich so recht für uns. Also trugen wir unser Gepäck auf Deck und stellten uns irgend jemandem vor. Ganz oben neben dem Aufgang zur Brücke sei unsere Kabine und die Pässe würden wir am Ende der Reise wiederbekommen, hieß es.</p>
<p><span id="more-74"></span></p>
<p>Wir gingen nochmals vom Schiff, um zu fotografieren: das Schiff, die Containertürme, die Kräne, alles fremd, aufregend und exotisch. Sehr bald kam ein Reedereiangestellter, der „not amused“ war: Es sei zu gefährlich für Fußgänger, sich frei auf dem Gelände zu bewegen und die Hafenlogistik sei Betriebsgeheimnis. Wir wurden zurück zum Schiff geführt, wo die Mannschaft nun vollständig versammelt war, samt Kapitän. Der hatte bereits einen Beschwerdebericht vorliegen und war nicht sonderlich begeistert. <em> </em></p>
<div id="attachment_79" class="wp-caption alignleft" style="width: 327px"><img class="size-full wp-image-79" title="Web_VerenaHaegler_Lebertran" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/12/Web_VerenaHaegler_Lebertran1.jpg" alt="Lebertran - das Grundnahrungsmittel an Bord" width="317" height="320" /><p class="wp-caption-text">Lebertran - das Grundnahrungsmittel an Bord</p></div>
<p>Wir waren die einzigen zwei (gut zahlenden) Passagiere auf dem Containerschiff einer isländischen Reederei. Mit uns fuhren zehn Seeleute: der Kapitän und sein Steuermann, ein Navigator, zwei Ingenieure, einige Matrosen und der Koch. Alle waren Isländer, und bis auf den Kapitän, den Kranführer und die Ingenieure sprachen alle nur Isländisch. Die Route führt je nach Ladung über Göteborg,  Århus, Friedrichshavn, Torshavn nach Reykjavik und über Rotterdam zurück nach Hamburg. Nach Island werden Güter wie Lastwagen, Holz und Kinderspielzeug geschifft, sowie Bauxit aus Rotterdam, aus dem auf Island Aluminium hergestellt wird, das von dort zurück nach Rotterdam gebracht wird.</p>
<p>Als wir Bier an Bord kaufen wollten, mussten wir ein paar Tage warten: Sämtlicher Alkohol befand sich hinter einer vom Zoll plombierten Türe, die nur der Kapitän öffnen darf, und das nur in internationalen Gewässern.  Dann wollten wir unbedingt unsere unerlaugte Fotografieraktion ausbügeln und bei den Mahlzeiten nicht mäkelig sein: alle aßen im gleichen Raum, auf verschiedene Tische verteilt. (Der Kapitän legte großen Wert auf eine wenig-hierarchische, familiäre Atmosphäre in der Mannschaft.) Jedoch gab es bereits morgens drei Sorten Makrelen liebevoll angerichtet, mittags Backfisch mit Bratkartoffeln, nachmittags schweren Kuchen und abends nochmal Fisch. Auf jedem Tisch stand eine Flasche Lebertran. Während die Seeleute meist zwei Portionen aßen, kämpften wir mit unserer ersten, auch weil wir uns auf dem Schiff nicht viel bewegen konnten.</p>
<p>Irgendwie blieben wir vorerst das wohlhabende junge Paar aus Deutschland, das etwas dämlich losgezogen war, den Hafen zu fotografieren. Wir hatten bislang keine Möglichkeit gefunden, uns den wortkargen, zurückgezogenen Männern zu erklären.</p>
<div id="attachment_82" class="wp-caption alignleft" style="width: 328px"><img class="size-full wp-image-82" title="Web_VerenaHaegler_GletscherAufIsland" src="http://www.touristsunited.de/wp-content/uploads/2009/12/Web_VerenaHaegler_GletscherAufIsland1.jpg" alt="Der erste Gletscher taucht auf" width="318" height="320" /><p class="wp-caption-text">Der erste Gletscher taucht auf</p></div>
<p>Die Rettungsübung am dritten Tag brachte die Wende. Die komplette Besatzung sollte in die enge, niedrige Rettungskapsel einsteigen und sich in die schmalen Sitze quetschen, die Türe wurde geschlossen und der Motor gestartet. (Die Kapsel wurde dieses Mal Gott sei Dank nicht ins Meer gestoßen!) Bei „Man over board!“ wurde einer der Seeleute im Rettungsschlauchboot unter großem Gelächter zu Wasser gelassen. Das Eis war endlich gebrochen: Ab jetzt durften wir den Kapitän auf der Brücke besuchen, einer der Ingenieure zeigte uns den Maschinenraum und der Kranführer beriet uns über die Inlandsrouten mit den unberechenbaren Furten, die wir befahren wollten. Ihn haben wir dann am Ende der Islandreise noch mal getroffen, um mit seinem Jeep die Gegend zu erkunden.</p>
<p>In Reykjavik wartete eine Reihe größerer Autos am Hafen: die Frauen der Seeleute waren vorgefahren, ihre Männer nach Hause zu holen. Der Kapitän brachte uns zum Abschluss noch mit seinem Auto zum Campingplatz. Drei Tage später begegnete uns das Schiff zufällig auf dem Weg Snæfellsnæs: es wurde gerade mit Aluminium beladen für die Fahrt nach Rotterdam. Ein wenig wehmütig fotografierten wir unser Schiff, das in der Ferne im Hafen lag.</p>
<p><em>Diese Reise wurde mit der Reederei Eimskip unternommen, die dieses Jahr keine Passagiere mit nimmt. Ähnliche Schiffsreisen sind buchbar z.B. bei: Nordwind Reisen GmbH.</em></p>
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